[Baby] Hebamme?



Hallo ihr Lieben,

ich bin mittlerweile in 17. Schwangerschaftswoche und setze ich mich langsam mit dem Thema Hebamme auseinander. Meine Schwangerschaft verläuft bisher beinahe perfekt, bis auf Müdigkeit kann ich mich über nichts beschweren. Ich war die ersten 17. Wochen unheimlich locker und zerbreche mir nun doch den Kopf darüber, ob eine Hebamme "notwendig" ist, bzw. ob ich es mit der Unterstützung meiner Frauenärztin und meiner Familie ausreichend versorgt bin. Meine FA ist einer Hebamme gegenüber Zwiespalten... sie sagt sie wäre auch immer für mich da wenn ich fragen hätte. Eine Hebamme wäre "nice to have", aber nicht zwingend notwendig. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig durcheinander...

Klar wäre es nett ein Hebamme zu haben, die mich zwischen den Vorsorgetermin betreut aber ich vertraue meiner FA zu 100% und frage mich, ob es gut ist zwei Meinungen zu bestimmten Themen zu haben? Vorausgesetzt FA und Hebamme haben verschiedene Ansichten. Zum anderen finde ich einen Besuch bei meiner FA inklusive Ultraschall irgendwie.. wie soll ich sagen...beruhigender als ein reines Abtasten. Auf der anderen Seite mache ich mir noch keine Gedanken über die Babypflege, das stillen oder oder oder oder, und bin mir deswegen nicht sicher, ob ich eine Hebamme benötige. Geburtsvorbereitungskurse kann man ja auch ohne Hebamme besuchen.

Ihr merkt schon, ich bin mir absolut nicht sicher. Ich möchte nicht das sich das hier liest als würde ich die Arbeit von Hebammen niederreden oder für unnütz erklären. Ich versuche lediglich herauszufinden, ob ich die Betreuung "brauche".

Wie steht ihr dazu? Ich würde mich über einen Austausch freuen.


Kommentare

  1. Dazu kann ich sagen,dass ich damals eine Hebamme hatte,die nach Hause kam,und das war auch gut so. Denn eine einfache Fahrt zu Arzt bzw Krankenhaus betrug 26 km.Es war mein 1. Kind,da war ich recht unsicher.Zudem hatte sie "immer geöffnet" was beim Arzt ja nicht der Fall ist. Ich würde immer wieder so handeln.Wenn man merkt man braucht es nicht,kann man das ja sagen. Ist mM nach aber besser als es von vornherein abzulehnen und dann vielleicht doch zu brauchen.

    AntwortenLöschen
  2. Ich denke, eine Hebamme ist eher für die Nachsorge wichtig und hilfreich, als während der Schwangerschaft. Die Vorsorge machen auch nicht alle Hebammen - da müsste man sich vorher eh erkundigen.
    Wenn das Baby da ist, stehen sie dir mit Rat und Tat immer zur Seite, egal wann (wie sabieeene auch sagt) und unterstützen dich die ersten Wochen. Ich glaube, gerade als Erstlingsmami ist man noch so unsicher und da freut man sich über jedwede Unterstützung von jemandem mit Ahnung. Klar hat die eigene Mama / Tante / Oma / etc. auch Erfahrung, aber die liegt eben auch ein ganzes Weilchen zurück. Die Hebamme macht das auf täglicher Basis, hat auch neueres Wissen als die Verwandtschaft. Ein weiteres Pro ist eben, dass du im Wochenbett nicht wegen Kleinigkeiten zum Arzt gurken musst (nur weil du eine Frage hast), sondern sie zu dir nach Hause kommt. Das entspannt das Ganze schon sehr.
    Ich habe für die Vorsorge auch keine Hebamme (das bietet meine auch gar nicht an, aber ich kann sie bei Fragen und Problemen jederzeit kontaktieren), aber sie kommt zur Nachsorge zu uns. Nach einer Hebamme gesucht habe ich direkt in der 12. Woche und hatte da schon Probleme, überhaupt noch eine für die Nachsorge zu bekommen. Es gibt nicht mehr so viele Hebammen (hier zumindest) und viele sind bereits ausgebucht gewesen (einige Frauen suchen bereits ab positivem Test nach einer Hebi), bzw. sind zur Zeit meines ETs im Urlaub (Ferienzeit). Wenn du also noch eine Hebamme für die Nachsorge willst, würde ich wirklich schnellstmöglich mit der Suche anfangen und alle in der Umgebung abtelefonieren und ein Vorgespräch vereinbaren. Ein Kennenlernen ist mMn essentiell, denn ihr müsst ja sehen, dass ihr auf einer Wellenlänge liegt und euch versteht. :) Ich wünsch dir viel Glück bei der Suche, solltest du dich für eine Hebamme entscheiden. :)

    AntwortenLöschen
  3. Ich hatte bei beiden Kindern keine Hebamme - einfach, weil ich mich bei sämtlichen Dingen rund ums Kind an meine SchwieMu wenden (die Pflegemutter ist & dementsprechend immer auf dem Neusten Stand, was Baby & Kinderpflege angeht usw) konnte, zudem auch an meine Schwägerinnen (die kurz zuvor jeweils auch ein Mädel bekommen haben) und natürlich auch an meine Mama. Wäre etwas gewesen, Baby krank oä, hätte ich mich an den Kinderarzt gewandt :)
    Ich finde aber, dass vernünftige Hebammen schon eine gute und wichtige Unterstützung sein können, wenn man zB sehr unsicher ist, grade beim 1. Kind.
    Allerdings finde ich es schlimm, wie viele Hebammen mittlerweile wohl ihre Kompetenzen überschreiten und rumschwurbeln :/ Impfberatung dürfen sie nicht machen (damit machen sie sich im Grunde sogar strafbar!), machen dennoch viele. Statt vernünftiger Medikamente bei zB Fieber veschreiben sie lieber Zuckerkugeln, als auf den Kinderarzt usw zu verweisen usw :/
    (Viele Kinderärzte machen sogar auch Hausbesuche, man muss nur fragen!) Das ist echt schade, solche Hebammen ziehen auch die völlig vernünftigen & kompetenten Hebammen mit in den Dreck :(
    Ebenso bei der Trageberatung - viele Hebammen verticken den jungen Eltern immer noch suboptimale Babytragen - weil sie eben Verträge mit den entsprechenden Herstellern haben. Da wäre eine gescheite Traheberatung angebrachter & effizienter :)

    Also wenn, dann würde ich mich sehr genau darüber informieren, was die Hebamme anbietet, und sie eben nur als Ergänzung zum Kinderarzt & Gyn sehen, mehr nicht.
    Fürs Stillen allein kann man durchaus auch eine Stillberaterin fragen, jemanden von der La Leche Liga oder so :)

    Und alles nötige an Babypflege zeigen einem die Schwestern im Krankenhaus, ansonsten gibts auch Kurse dazu :) also Baden, Wickeln, Pucken usw.

    Also du siehst - ich bin da auch nicht völlig PRO, hatte wie gesagt selber auch keine und habe sie auch nicht vermisst :)
    Wichtig ist aber, dass die Chemie zwischen dir & der Hebamme zu 100% stimmt - schließlich wird sie dann ja fast täglich bei dir sein in der Anfangszeit :)

    LG Steffi

    AntwortenLöschen
  4. Ich möchte rückblickend meine Hebamme nicht missen. Sie war total entspannt und stand mir ständig mit Rat und Tat zur Seite, ich konnte sie auch mal eben anrufen oder whatsappen. Sie hat bei uns nur die Nachsorge gemacht, wir standen aber auch in den Tagen vor der Geburt in Kontakt. Sie ist ja nicht nur fürs Baby da, sondern schaut auch, dass es einem selbst gut geht. Gerade mit einem frischen Baby stellt man sich selbst mal schnell hinten an. Für die Vorsorge hatte ich keine, wie Nani schreibt, machen das auch nicht alle. Vor allem bei einer unkomplizierten Schwangerschaft "braucht" man sie nicht unbedingt. Aber für die Nachsorge würde ich auch beim nächsten Kind auf meine Hebamme bauen.

    AntwortenLöschen
  5. Ich habe im Geburtshaus entbunden, daher bin ich ein ziemliches Hebammen-Fangirl. Während der Vorsorge würden wir dort betreut (im Wechsel mit dem Gyn), unter der Geburt war anfangs eine, später zwei Hebammen nur für uns da, was ein Segen war!! Und die Nachsorge war auch prima, wegen jeder Frage oder jedem Problemchen hatten wir einen Ansprechpartner. Alles kam aus einer Hand. Wir haben die Geburt noch einmal nachbesprechen können (das ist nicht zu unterschätzen!), warum war es so, wie es war. Besonders für meinen Freund war das wichtig, da er zwischenzeitlich aus dem Raum musste, weil er es nicht aushalten konnte, mich so schmerzerfüllt zu sehen. Deshalb waren auch die beiden Hebammen im Geburthaus so wichtig 😊 Egal für welchen Zeitpunkt - ich schätze die Hebammenbetreuung sehr, auch eine Beleghebamme, die während der Geburt im Krankenhaus NUR für dich da ist, ist nicht zu unterschätzen. Der Personalschlüssel in den Kreißsälen ist zum Teil wirklich schlecht, da kann man froh sein, wenn niemand anderes entbindet, um überhaupt eine Hebamme zu haben!

    AntwortenLöschen

Back to Top